9. Juli 2008
Nach uns die Sintflut
Wieder bißchen was zu meiner Arbeit. Ende Juni war der Endpunkt für ein langes Projekt, das ich zu einem großen Teil begleitet habe. Deshalb auch den Urlaub passend ans Ende gesetzt. Ich predige ja gerne, daß in diesem Projekt mehrere externe Firmen beteiligt sind und diese sich generell dadurch auszeichnen, daß diese ihre Arbeit nicht machen. Es ließ sich allerdings durch geschicktes Taktieren und Lavieren immer wieder verschleiern. Man mag dabei kaum glauben, wie gut man sich mit dieser Täuschung in einem politischen Projekt durchlavieren kann.
Nun sind die Leute aber weg, finito, keiner mehr da. Nur wir betreuen noch andere Projekte dort und sind deshalb erreichbar. Wie es auch zu erwarten war, dürfen wir dann auch die Überreste gerade biegen und zusehen, wie die vielfach renommiertere Unternehmensberaterbude daraus eine case study macht und die Lorbeeren einheimst. Bereits früher passiert, so wird es jetzt wieder passieren. Manchmal hasse ich meinen Job.
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3 Kommentare:
Ich weiß jetzt nicht ob es dich tröstet, aber sowas passiert nicht nur in deinem Job. Das liegt einfach in der menschlichen Natur. Solange es nur Lorbeeren im Sinne von öffentlicher Aufmerksamkeit ist, hat es allerdings auch Vorteile, auf sie zu verzichten. :)
In dem Falle ist es schade, da hiermit das Renommée eben an andere Leute geht und für unternehmerische Empfehlung leider ein falsches Signal gesetzt wird.
Mir geht es da auch nicht um mich, sondern eher darum, daß es die richtigen Leute trifft. Jene, die sich engagiert eingesetzt haben. Einer sitzt neben mir hier und ist ein extrem gutmütiger Mensch und macht fast alles bis in die Nacht hinein. Seufz.
seit wann werden die richtigen leute gewürdigt? wär mir neu. abgesehen davon, dass ich denken, dass man seinen job primär machen sollte,weil einem was dran liegt, nicht, weil es ruhm zu ernten gibt. aber natürlich ist das ein bisschen illusorisch, schon weil es vielviel jobs gibt, die inhatlich nicht allzu viel hergeben, um sich damit zu identifizieren. da kann ich dann schon verstehen, dass man wenigstens ein wenig lob haben will. ich denke allerdings auch (siehe garg), dass es ein teil der menschlichen natur ist, und damit sehr weit verbreitet, dass man nach lorbeeren strebt, gern auch ohne wirklich was dafür zu leisten. ich kenn viel fälle... (also gibts das phänomen sogar da, wos eigentlich keine beeren zu ernten gibt. tja.)
beste grüße
n.
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