10. März 2009
Dexter
Während ich in den letzten Jahren sehr begeistert war von den Serien Battlestar Galactica und noch mehr Lost, hat sich das mit den letzten Staffeln etwas abgekühlt. Auf der Suche nach neuem Stoff für mich traf ich erst auf die Sarah Conner Chronicles, die es aber durch die Eigenwilligkeit des Produzenten und Abdriften in die extremere Metaphysik einer ewig flüchtigen Gruppe ins Aus nach der zweiten Staffel schaffen wird. Und ich traf auf den erst unscheinbaren Titel 'Dexter'. Basierend auf den Romanen 'Darkly Dreaming Dexter' von Jeff Lindsey, mittlerweile müßten es vier an der Zahl sein, hat Showtime ein Serienformat allererster Güte geschaffen.
In den bisher von mir gesehenen dreißig Folgen war nicht eine langweilige Minute dabei. Was auch daran liegt, daß neben dem Hauptdarsteller Michaell Hall (aus Six Feet Under auch bekannt) der gesamte Cast absolut formidabel ist. Es wird nicht nur die Geschichte des aus Gerechtigkeit in Serie mordenden Blutforensikers Dexter erzählt, sondern viele kleine Nebengeschichten dazu und miteinander. Auch die Versuche Dexters scheinbar gefühlloses Ich mit dem Scheinleben in einer Familie zu kaschieren (was sich dann noch weiter entwickelt), ist glänzend dargestellt. Allerdings kann ich nur vor der deutschen Austrahlung warnen. Diese ist herb geschnitten. Im Original sind in voller Länger demnächst dann auch alle Folgen erhältlich. Auf deutsch ist noch keine Box erschienen, wird aber dann auch die Schnittfassung der TV-Austrahlung haben. Wer skurrile und fesselnde Geschichten v.a. im Bereich der Forensik (aller Couleur) spannend findet, sollte hier zugreifen.
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