16. April 2009
Bizarr
Im Jahr fahre ich einige hundert Male mit dem Taxi. In München und Köln hatte ich nie Probleme und im Gegenteil traf einige Male auf äußerst findige geschäftstüchtige Individuen, die aus einer Taxifahrt heraus versuchen, den Fahrgast für weitere in der Zukunft zu gewinnen. Besonders in Köln. Soweit so gut.
Dann Hamburg. Was ich hier erlebe, kann ich nur als bizarr bezeichnen. Hier ist man kein Kunde, hier ist man Melksack. Rein, hin, abdrücken und raus. Wer mit Kreditkarte zahlen will, ist schon mal per se kein gewünschter Gast. Oft wird mir die Bezahlung per KK bejaht, dann aber am Ende der Fahrt klappt dies nicht und das nicht. Einwurf: Es ist bei so vielen Taxifahren äußerst ärgerlich, so viel Bargeld immer dabei zu haben und das bis Monatsende auch noch auszulegen. Also tapert man gemeinsam zum nächsten Automaten, was von meiner Projektarbeitszeit abgeht und Umsatzverluste in ein- bis mehrfacher Höhe der Fahrt kostet.
Dann Gründonnerstag. Taxi bestellt mit Bezahlung per KK. Eingestiegen, ans Ziel gefahren und plötzlich ist das Gerät kaputt, nachdem die Karte durchgezogen wurde. Also habe ich bar bezahlt und heute festgestellt, daß wie durch ein technisches Wunder doch abgebucht wurde. Weder hatte ich einen Beleg bekommen, noch unterschrieben. Im Dezember kamen solche Schoten, etwas abgemildert, jede Woche vor. Der Höhepunkt war eine Quittung auf einem weggeworfenem Stück Papier weil keins mehr im Taxi war. Im März habe ich einem Taxifahrer, der seit 11 Jahren regelmäßig Touren macht, das Buchungsgerät erklärt, weil ich noch üppig Zeit auf den Flug hatte und ich den Fahrer an sich sehr nett fand. Doch Betrug geht zu weit.
Also fahre ich seit heute S-Bahn in Hamburg. Umweltschonend, billig und meine Nerven sind auch ruhiger. Wobei, so bizarre Erlebnisse wie mit Taxis fehlen mir dann natürlich.
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