18. Juni 2009

Quo vadis


Ich gebe zu, ich habe sehr auf die neue Position gehofft. Sie versprach alles, was mir in letzter Zeit gefehlt und worauf ich in Zukunft hinarbeiten wollte. Das ist eine ganze Menge. Allerdings frage ich mich auch, warum ich mich weiterhin kalten Entscheidungen aussetzen sollte, anstatt langsam mein eigener Herr zu werden. Vielleicht kommt das in einiger Zeit, aber die Zeit ist noch nicht reif dazu.

Dennoch fühlte ich etwas wie einen Vorgeschmack. Nur auf was? Ständig will ich mindestens drei Dinge gleichzeitig ohne auch nur eines zu erreichen. Zeitgleich hat sich in meiner momentanen Arbeit die Möglichkeit aufgetan, zeitweise von zuhause zu arbeiten. Und einen weiteren Wunsch zu erfüllen, nämlich mich in diversen Gebieten des "Heilens" weiterzubilden. Betrachte ich mich von oben, stehe ich auf der Mitte einer Kreuzung mit sieben Wegen und jeder verspricht ein eigenes Ziel oder einen eigenen Weg.

Mit der nun nicht erreichten Position hätte ich wohl alle erreichen können und nun muß ich mich entscheiden ohne genau zu wissen zwischen was. Arbeiten von zuhause und Weiterbilden in "Heilung" klingt schonmal gut. Mein Ziel kann ich im Moment allerdings noch nicht entdecken. Vielleicht sollte ich eine Zeit lang stillstehen und stattdessen die Welt um mich verändern lassen, statt ständig nach drei Dingen gleichzeitig zu streben. Um dann eine Gelegenheit zu ergreifen die sich bietet.

Wie im Film Okuribito (Departures). Ein sehr leiser und schöner Film. Und zumindest für mein Streben sowie die Gelegenheiten eine Allegorie zu meinen Empfindungen dazu. Mal schauen, wo es hingeht.

1 Kommentar:

A. hat gesagt…

Wo immer Dich der Weg hinführt -und wie sich wieder einmal gezeigt hat, kann man darauf nur begrenzt Einfluß ausüben - ich wünsche Dir, daß es Dich ein gutes Stückchen weiter zur "Erfüllung" bringt...