Die wunderschöne Hochzeit ist vorbei, die lange Zeit der Vorbereitungen und der Ideen Wälzen hat sich gelohnt und nach dem Ausflug in den Süden bin ich wieder daheim angekommen.
Als ich die verbleibenden Tage Anfang der Woche durch München meine Fototour machte, hatte ich mich gefragt, was München von Hamburg unterscheidet, daß ich im Süden ungerührt durch die Menschen stiefel und meine Fotos schieße während ich in Hamburg immer wieder ein komisches Gefühl dabei bekam. Als ob ich leise auftreten müsse und ich hier nicht wirklich sein sollte. Die Art wie ich mich mit Leuten in München treffe ist anders als in Hamburg und nachdem ich das einige Tage beobachtet habe und Vergleiche gezogen habe, steht für mich fest, daß es meine Einstellung ist.
Einerseits ist es toll, wenn man sich an einem neuen Ort angenommen fühlt, vor allem, da man sich hier neuen und erstmal fremden Leuten gegenüber sieht und fehlt das Feedback, fehlt einem dieses Annehmen ein wenig. Doch ich meine, man kann auch selbst versuchen, sich in diese neue Stadt einzubringen und sie sich langsam selbst zu erschließen. Immerhin kenne ich schon einige Ecken durch meine Fotografie besser als alteingessene Hanseaten. Es braucht eben nur ein kleines Maß an Selbstbewußtsein und die Einstellung, daß man in Hamburg nicht nur zu Gast ist, sondern hier wohnt. Und als erstes fliegt mein Gerede, wann ich wieder wegziehe, über Bord. Ich bin hier und ich bleibe hier. Bis sich etwas neues ergibt. :)

Zu guter Letzt ein Bild. Als ich bei Anke mit den Vorbereitungen für unsere Bastelarbeit beschäftigt war, habe ich meine Kamera eingestellt und dieser Probeshot kam dabei heraus. Erst wollte ich ihn löschen, aber die Farben fand ich derart krass, daß ich das Bild behalte. Er erinnert mich an die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch, auch wenn sich der Vergleich mit Pupillen erst nach drei Bier einstellt.
1 Kommentar:
Ja, ich denke mir auch, wenn man wo wohnt immer mit dem Gedanken im Hinterkopf "wann zieh ich hier wieder weg", dann wird man sich dort nie heimisch oder gar recht wohl fühlen.
Ich merke das auch hier in England: ich hab mich sehr wohl gefühlt; aber jetzt wo ich anfange, so langsam an meine Rückkehr nach Dt zu denken, merke ich wie mir das Land hier mehr "wurscht" wird, und damit fühlt man sich den Orten natürlich weniger verbunden.
Wenn man wo neu hinzieht ist es ein Aufwand und erfordert einiges an Energie, sich dort heimisch zu machen. Und Motivation. Man muss es wollen, sonst wird es nie was.
Und es hilft ungemein, wenn man in dem neuen Ort schon Freunde hat, oder einen die alten Freunde bald besuchen. An meinem ersten Wochenende in meine damals neuen Wohnung in Bremen kamen Sascha und Josi vorbei, und *schwupps* hab ich mich viel wohler in der neuen, bisher neutralen Wohunung gefühlt.
Kommentar veröffentlichen