8. Januar 2008
Das Jahr 2008
Normalerweise beschäftige ich mich nicht mit einer Jahresplanung und lasse einfach die Ereignisse auf mich zukommen, wie sie passieren. Aber nachdem mich 2007 mit mehr oder weniger allen Themen überrollt hat und ich mich Ende des Jahres wie Löschpapier gefühlt habe, denke ich anders darüber.
Dabei halte ich es wie unser NeoManager Makkun. Nur ein großes Thema im Jahr angehen und ansonsten ruhig durchs Jahr schreiten. Immerhin hatte ich auch seit 12 Jahren keinen Urlaub mehr und langsam wirds Zeit bißchen umsichtiger zu werden. Ob das Jahr sich auch planen läßt, steht wiederum auf einem anderen Blatt Papier. Versuchen kann ich's ja mal.
Mein Thema für 2008 wird also Beziehung. Nina habe ich mal aus Frust heraus gefragt, warum diese bei mir immer schief gehen. Die lapidare und zum Teil treffende Antwort war, daß ich mir eben immer die schwierigen Fälle aussuche. Wie könnte ich das also erkennen? Im Grunde gar nicht, es ist und bleibt eine Art Lotterie des Zufalls oder des Glücks, je nachdem man Pessimist oder Optimist ist.
Und während ich das grüble tritt mir Wanda über den Weg, winkt kurz und es fühlt sich an wie Hand und Handschuh. Wir beide haben uns nicht zuletzt am meisten darüber gewundert, wie gut das klappt, aber gewöhnen uns langsam daran. Und nachdem wir beide keine Fernbeziehung wollen, steht der Umzug nach München jetzt früher an als gedacht.
Der Ausflug nach München über die Feiertage hat mir wieder einen Vorgeschmack über die Stadt gezeigt. Es hat sich einiges verändert. Alte Lokale sind abgesackt oder gibts nicht mehr, neue haben aufgemacht. Die Leute sind immer noch mufflig und grantig wohin man auch kommt. Und das Wetter ist immer noch sonnig, wenn auch schneidend kalt. Für mich wars auf jeden Fall wie ein coming home und ich wollte Wandas Wohnung schon gar nicht mehr verlassen.
Warum auch? Hamburg hat uns mit einem Schietwetter empfangen. Sprengsel von blauem Himmel inbegriffen. Wenigstens stand meine Wohnung noch, wenn auch seit fast einem halben Jahr ohne Balkon. Meine Nachbarn waren auch wieder fröhlich dabei, stundenlang Bassmusik in Dröhnstärke zu spielen und ich habe in Gedanken jede Möglichkeit durchgespielt, sofort hier weg zu kommen. Geht aber leider nicht. Mist.
Also. Mein Vorhaben 2008 lautet Umziehen. Ostern ist es soweit und ich kanns schon gar nicht mehr erwarten. Und der Rest des Jahres verhält sich bitte ruhig. So a bisserl genießen dat i scho recht gern. Darf ich mir das wünschen?
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1 Kommentar:
you may! enjoy.
ich finde planung übrigens generell nicht so übel, aber man darf sich eben nicht zu extrem einschießen, das heißt, wenn's anders kommt, sollte man darauf noch flexibel reagieren können, damit man dann nicht ganz enttäuscht und/oder genervt ist. aber ansonsten geben pläne ein gefühl von zukunft, ziel und struktur. finde ich, und manchmal tut das ganz gut, finde ich.
gruß
n.
p.s. ganz ohne pläne zieht das leben leicht einfach an einem vorbei - wenigsten ist meine erfahrung so.
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