26. Februar 2008

Lesen und Leben


Mittlerweile sind es nur noch drei Wochen bis zum Umzug und ich habe meine alten Kartons mit den Studienskripten und -mitschriften entdeckt gehabt. Wieder eintauchen in die Diskussionen damals - da ich ausschließlich meine Unterlagen zur Soziologie und Psychologie behalten hatte - rief mir wieder die geliebten Themen von damals zurück. Zwischen den Stunden bzw. in den Freistunden bin ich dabei in der burgähnlichen Bib umhergewandert und habe mir die schwer erhältlichen Zeitschriften vor allem von populärwissenschaftlichen Abhandlungen der Soziologie und Psychologie mitgenommen und in den Texten geschmökert.

Zum Abschluß hatte ich mir eigentlich vorgenommen, diese oder jene später mal zu abonnieren und den Kontakt zu halten, aber anscheinend sind diese Heftchen außerhalb von Bibliotheken eher ein Randgewächs. Gefunden habe ich nichts und nun war es in Vergessenheit geraten. Falls jemand von euch mir sagen kann, wo ich diese Bib in München finde und ob ich dort zumindest recherchieren kann, welche Publikationen das damals waren, den bitte ich um kurze Hilfe. Gerne würde ich das nämlich wieder aufnehmen.

Überhaupt. Ich mag Texte sehr gerne, die sich eher neutral mit einem Thema befassen und Diskussionsansätze nur anbieten aber dem Leser es eher überlassen, sich mit weiteren Aspekten selbst zu beschäftigen und sozusagen anhand der Denkanstöße weiter vorzudringen und das Bild zu komplettieren. In letzter Zeit ist mir in den Medien ein Artikel im Spiegel begegnet, der viele Seiten eines Phänomens anschaut, auch Urteile ausspricht aber sich nicht für eine Seite entscheidet. Ein heiß umkämpftes Thema in zumindest aus meinem Verständnis ruhiger Fasson erzählt: Zum Spiegel.

Die Kartons habe ich endlich durchsortiert. Viele alte Dinge sind darin begraben gewesen. Erst war ich versucht, wieder mal alles an Unterlagen mitzunehmen, aber da es für mich ein sehr neuer Lebensabschnitt sein wird und ich Platz für eine Zukunft haben wollte, habe ich das meiste der Sachen aussortiert. Aus drei Kartons wurde so ein Ordner an Unterlagen und Texten, die mir besonders wichtig sind. Nachdem ich mich also genug vor Kartons *packen* gedrückt habe, geht das nun los.

1 Kommentar:

Leo und Tanja hat gesagt…

Da muss ich doch gleich mal Werbung machen. Nicht für die Münchner Stabi, mit der ich mich nie so recht anfreunden konnte, weil man da nicht einfach stöbern kann (nur in den sterilen Microfiches/der Computerdatenbank). Sondern für eine Zeitschrift, die ich mir schon seit langem vorgenommen habe viel öfters zu lesen: Brand Eins. Klingt seltsam, ist auch so, aber nur in dem Sinn, dass die Schreiber eben eine etwas andere Perspektive haben. Nicht wirtschaftsfeindlich, durchaus kritisch, aber immer positiv (sprich: Nicht "so ist es falsch" sondern "so könnte man es besser/anders machen".) Kann man auch online lesen unter www.brandeins.de.
LG
Tanja
die grad gar nicht zum Lesen kommt